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Äquinoktium

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Äquinoktium Artikel

Unter Äquinoktium oder Tagundnachtgleiche versteht man den Zeitpunkt, zum die Sonne während ihrer scheinbaren jährlichen Bewegung in dem Schnittpunkt von Ekliptik und Himmelsäquator steht. Zu diesem Zeitpunkt sind für alle Orte der Erde Tag und Nacht gleich lang. Dies gilt von jedem Punkt der Erde ausgesehen, daher der Name Tagundnachtgleiche.

Die beiden Punkte auf der Ekliptik, in denen sich die Sonne in dem Moment der Äquinoktien befindet, sind die Äquinoktialpunkte, zu dem Frühlingsanfang ist es der Frühlingspunkt (Widderpunkt), zu dem Herbstanfang der Herbstpunkt (Waagepunkt).

Das Frühlingsäquinoktium fällt etwa auf den 21. März, das Herbstäquinoktium etwa auf den 25. September, wobei Verschiebungen um bis zu zwei Tage durch Schaltjahre („Kalenderjahr“ entspricht nicht dem „tropischen Jahr“) und unterschiedliche geographische Zeitzonen vorkommen.

Am 22. September passiert der Sonnenmittelpunkt den Himmelsäquator. Definitionsgemäß geht die Sonne jedoch bereits dann auf, wenn der obere Rand die Horizontlinie berührt, also etwas früher als der Mittelpunkt der Sonne. Abends ereignet sich der Sonnenuntergang etwas später, nämlich dann, wenn der letzte Sonnenstrahl des oberen Sonnenrandes erlischt. Auch die Lichtbrechung, die eine scheinbare Anhebung der Sonnenscheibe um etwa 0,5 Grad am Horizont bewirkt, verursacht eine kleine Verlängerung des lichten Tages. Dadurch ist das Herbstäquinoktium erst am 25. September. Für das Frühlingsäquinoktium gilt dieselbe Betrachtung.

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Wanderung des Äquinoktiums

Durch die Präzession (das Vorangehen) der Erdachse, vergleichbar mit einem rotierenden Kreisel, die einer Lageveränderung der Pole in einem Zyklus von ungefähr 25.800 Jahren entspricht, verschieben sich die Äquinoktialpunkte kontinuierlich.

Ein zusätzlich überlagernder Einfluss ergibt sich aus der Schiefe der Umlaufbahn des Mondes, die 5° 9' gegen die Ekliptik geneigt ist, der Knotenlinie der Mondumlaufbahn und periodischen Schwankungen in der Verlagerung der Rotationsachse der Erde. Diese verschiedenen Schwankungen, die die Präzession periodisch überlagern, werden in der Astronomie unter dem Begriff Nutation zusammengefasst. In Folge dessen vollführt die Wanderung der Äquinoktien keinen glatten, sondern einen zeitlich "gewellten" Prozess.Siehe auch:


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Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Äquinoktium aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Inhalte. In der Wikipedia ist eine Autorenauflistung verfügbar.

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